Der tägliche Einfluss des Social Web
June 15, 2010 1:55 PM
Vor drei Jahren habe ich morgens meine E-Mails gecheckt, darauf geantwortet oder sie in den Papierkorb verschoben. Das mache ich heute auch noch, doch prüfe ich jetzt auch meine RSS-Feeds, die aktuellen Tweets und was meine Freunde gerade machen. Mit Facebook ist dies besonders einfach herauszufinden.
Dann klick ich bei den für mich interessanten Beiträgen den „Gefällt mir“-Button oder retweete die aktuellsten und interessantesten Geschehnisse im Web. Ich kann sagen, dass das Social Web einen großen Einfluss auf mein tägliches Handeln und auch meinen Informations-Input hat. Facebook und Co. geben mir die Möglichkeit, die Meinungen und Interessen meiner Freunde täglich zu analysieren und auch darauf zu reagieren. Obwohl man sich nicht täglich sieht, gibt Facebook einem das Gefühl auf dem Laufenden zu sein.
In Zeiten, in denen die Smartphones und mobiles Internet zum Alltag gehören, lassen sich Fotos und Informationen sekundenschnell und ortsunabhängig online stellen. Wenn man sich dann doch mal im echten Leben wiedertrifft, fühlt es sich an, als hätte man täglich miteinander zu tun. Natürlich kann man da denken, man hat sich nichts mehr zu erzählen, doch denke ich, dass genau diese Kommunikation im Internet viele Bekanntschaften am Leben hält und man Freundschaften trotz mangelnder Zeit oder großer Distanzen pflegen kann.
So bietet Facebook die Möglichkeit, Termine gemeinsam zu gestalten und Informationen über bevorstehende Events mit seinen Freunden und Bekannten zu teilen, um diese gegebenenfalls zum Mitkommen zu animieren.
Das Social Web hat auch direkten Einfluss bspw. auf die Politik und die Meinung der Nutzer. So werden selbst Politik-uninteressierte Menschen mit den Themen über die sozialen Medien in Kontakt kommen. Der Nachteil von Polit-Talkrunden ist, dass sie nur zu bestimmten Zeiten auf bestimmten Sendern zu sehen sind. Die sozialen Medien im Internet, können je nach Bedarf abgerufen und angesehen werden. Auch wird der Nutzer persönlich angesprochen und kann sich selbst an den Diskussionen beteiligen. So wurden beispielsweise rund 30.000 Nutzer dazu animiert, Joachim Gauck als Bundespräsidenten zu unterstützen.
Diese Welle der Begeisterung seitens der Facebook-Nutzer veranlagte die Berichterstatter dazu, das Thema aufzugreifen und weiterzuverbreiten. Daraufhin bedankte sich Joachim Gauck via Youtube-Video bei seinen Anhängern.
Der Einfluss wird immer stärker und die Internetcommunity ist kein unbedeutender Teil mehr, den man einfach missachten kann. Ich persönlich nutze diese Tools täglich um meine Meinung mit anderen Nutzern zu teilen. Mich interessiert, was andere zu den für mich interessanten Themen sagen und wo ich mit meiner Meinung stehe. Das Medium Internet wird immer elementarer in den verschiedensten Kategorien, Branchen und Themenwelten. So wird auch die Politik nicht an Facebook und Co. vorbeikommen.